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  • AutorenbildSchüberl Consulting

Die 3M des Lean Managements als Schlüssel zur Prozessoptimierung

Die Vermeidung der 3M des Lean Management ist der Grundgedanke des Lean-Ansatzes. Die drei M stammen aus dem japanischen und stehen für Muri (Überlastung), Mura (Unausgeglichenheit) und Muda (Verschwendung).



Muri - Überlastung oder Überbeanspruchung

Überlastung ist die Beanspruchung von Ressourcen über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus. Dazu gehören sowohl Menschen als auch Maschinen. Überlastung beim Menschen entsteht durch Mehrarbeit oder Verdichtung von Arbeitsabläufen, was zu Anspannung, psychischer und physischer Be- und Überlastung führen kann. Wie man aus den Medien entnehmen kann, zeigt sich das unter anderem in der Überlastung des Pflegepersonals. Bei Maschinen oder Prozessen entsteht Überlastung z.B. durch eine dauerhaft zu hohe Auslastung, die zu übermäßigem Verschleiß führen kann.


Mura - Unausgeglichenheit

Unausgeglichenheit zeigt sich daran, dass Mitarbeiter und Maschinen ständig zwischen Arbeitsüberlastung und Wartezeiten hin und her schwanken. Es gibt schwankende Prozesszeiten. Diese Ungleichgewichte entstehen zum Beispiel durch nicht aufeinander abgestimmte Arbeitsmittel, Produktionsmethoden und Inkonsistenz in der Kundennachfrage.

Beispiele für diese Unausgeglichenheit und wie darauf reagiert werden kann zeigen sich z.B. in der Flugindustrie. Airlines stehen vor der Herausforderung, dass im Sommer deutlich mehr Kundennachfrage vorherrscht als im Winter. Um diese unterschiedliche Nachfrage an Sitzplatzkilometern abzubilden, haben die Fluglinien Sommer- und Winterflugpläne.


Muri und Mura können direkt zur Entstehung von Muda, Verschwendung, beitragen. Wenn Mitarbeiter überlastet sind (Muri), können sie z.B. Fehler machen oder unnötige Bewegungen ausführen, was zu Verschwendung führt. Ebenso können Unregelmäßigkeiten im Prozess (Mura) zu Überproduktion, Wartezeiten oder unnötigem Transport führen, was wiederum Verschwendung ist.


Muda – Verschwendung

Verschwendung umfasst alle Aktivitäten, die keinen Mehrwert für den Kunden schaffen und somit nicht wertschöpfend sind. Sie sollten vermieden oder eliminiert werden.

 

Um den Wertschöpfungsanteil in einem Prozess zu ermitteln, ist es entscheidend, die Aktivitäten in drei Kategorien zu unterteilen:


  1. Wertschöpfend: Diese Tätigkeiten tragen direkt zum Produktionsprozess bei und sind aus Kundensicht mit einer Zahlungsbereitschaft für die Wertschöpfung verbunden. Beispiele für wertschöpfende Tätigkeiten sind alle Tätigkeiten, die den Wert des Produkts oder der Dienstleistung erhöhen, wie die Montage von Teilen oder die Programmierung von Software.

  2. Notwendig: Diese Aktivitäten schaffen keinen primären Wert für den Kunden. Aufgrund z.B. gesetzlicher Vorgaben oder Regularien sind Unternehmen jedoch verpflichtet, diese Aktivtäten durchzuführen (z.B. Arbeitszeiterfassung, Buchhalterisches Erfassen von Transaktionen, etc.). Hier sollte der Fokus darauf liegen, die Anforderungen effizienter zu erfüllen (z.B. durch weitere Digitalisierung und Automatisierung)

  3. Verschwendung: Dies sind Aktivitäten, die keinen Wert für den Kunden schaffen und daher vermieden werden sollten. Dies ist oftmals durch technische oder organisatorische Maßnahmen möglich (z.B. Können durch Anwendung der 5S-Methode Lauf- und Suchzeiten drastisch reduziert werden)


Typischerweise sind ca. 50% der Aktivitäten in einem Prozess Verschwendung (Querschnittbetrachtung über Industrien und Lean-Reifegrade). Dies zeigt deutliches Potenzial für Effizienzsteigerungen.


Verschwendung kann in verschiedenen Ausprägungen auftreten, welche durch die „Acht Arten der Verschwendung“ beschrieben werden:


Die Acht Arten der Verschwendung

In weiteren Beiträgen stellen wir Ihnen vor, mit welchen Lean-Methoden und -Werkzeugen Sie die genannten Verlustquellen und Verschwendungsarten beseitigen können.


Klicken Sie hier um mit uns in Kontakt zu treten um Verschwendung in Ihrem Unternehmen zu identifizieren bzw. zu eliminieren.


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